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Systemische Beratung und Therapie

Therapie und Beratung kann besonders hilfreich sein, wenn Sie …

  • sich stark unter Druck fühlen, ständig funktionieren zu müssen.

  • sich selbst gegenüber sehr kritisch sind und wenig Raum für eigene Gefühle erleben.

  • in Beziehungen immer wieder ähnliche, unflexible Dynamiken und Muster erleben, z. B. Dominanz, Anpassung oder Rückzug.

  • das Gefühl haben, in bestimmten Rollen festzustecken, aus denen Sie schwer herauskommen.

  • ständig erschöpft sind, obwohl Sie von außen betrachtet eigentlich leistungsfähig sind. 

  • viel über sich nachdenken, aber emotional wenig Zugang zu sich spüren.

  • sich nach mehr lebendigem Kontakt zu sich selbst und anderen sehnen.

Menschen, die zu mir in die Praxis kommen, funktionieren im Außen häufig gut, erleben sich verantwortungsvoll, reflektiert bzw. zielstrebig. Begleitet wird dies jedoch meist von erhöhtem psychischen Druck, Erschöpfung oder dem Gefühl des Festgefahrenseins. Systemische Therapie geht davon aus, dass solche Spannungen nicht isoliert „im Inneren“ entstehen. Sie entstehen dort, wo Menschen in Beziehungen, Rollen und besonderen Situationen z.B. dauerhaft mehr leisten, halten oder regulieren, als ihnen guttut. 

Typische Anlässe sind Phasen der krisenhaften Veränderung und Übergänge: 

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  • Sich in bestimmten Lebensbereichen deutlich weniger selbst bestimmt zu erleben 

  • Stärker als gewohnt gefordert sein im Umgang mit schwierigen Gefühlen wie Angst, Traurigkeit, Einsamkeit oder Ärger, besonders in Krisen, bei Trauer und Verlust. 

  • Die Wahrnehmung, dass Ablenkung, Rückzug oder Warten keine Besserung bringt oder kontraproduktiv wirkt. 

  • Ein Gefühl, dass man beruflich/privat auf der Stelle steht. 

  • Sich wiederholende, ungünstige Verhaltens- und Denkmuster, die zu Konflikten mit anderen Menschen führen können (in Beruf oder Familie, Partnerschaft, Erziehung)

  • Psychische und/oder körperliche Beanspruchung, innere Distanzierung und/oder Veränderungen der Leistungsfähigkeit. 

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Systemische Therapie bedeutet in meiner Arbeit nicht, Probleme kontext- und kulturfrei zu analysieren oder Lösungen unkritisch zu optimieren. Sie bedeutet, Rollen und Beziehungsmuster sichtbar zu machen und neue Handlungsspielräume erfahrbar werden zu lassen. Das geschieht auf drei Ebenen:

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1. Die Beziehung zu sich selbst​​

Was oft vermisst wird, ist das Gespür dafür, was innerlich wirklich stimmig oder überfordernd ist.

Viele Menschen sind heutzutage nicht erschöpft, weil sie schlicht zu viel arbeiten. Sie sind erschöpft, weil sie ständig jemand Bestimmtes sein müssen - kompetent, souverän, belastbar, verfügbar. Und diese Aufrechterhaltung läuft häufig nicht nur im Job, sondern zuhause, in Beziehungen, selbst in der Art wie sie sich versuchen zu erholen. Wenn Ruhe und Stille sich anfühlt wie Versagen, ist ein Bedeutungsmuster am Werk - kein Leistungsdefizit. Systemische Arbeit hilft, diese innere Dynamik zu erkennen und zu verändern. 

Hier nutzen wir Methoden aus der Schematherapie und Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT, mehr dazu weiter unten). 

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2. Die Beziehung zu anderen

In Partnerschaften, Familien oder Arbeitskontexten entstehen häufig feste Rollen: Die Verantwortliche, der Vernünftige, die/der Stabile. Diese Rollen sichern Zugehörigkeit – kosten aber oft Nähe, Lebendigkeit oder Klarheit. Systemische Therapie macht diese Muster nicht nur verständlich, sondern veränderbar, indem neue Perspektiven und Formen von Kontakt und Kommunikation erfahrbar werden. In vielen alltäglichen Konflikten passiert mehr, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Wir fragen hier nicht: Wer ist das Problem? Wir fragen: Was ist die Dynamik, die Sie gemeinsam aufrechterhalten -  und was würde passieren, wenn beide für einen Moment die verteidigte Rolle adressieren oder aus ihr heraustreten? Hier arbeite ich u.a. emotions- und bindungsorientiert (EFT), um unter der Oberfläche von Konflikten die tiefer liegenden Bedürfnisse z.B. nach Sicherheit, Nähe und Anerkennung zugänglich zu machen.

Hier finden Sie alles Weitere zur Emotionsfokussierten Paartherapie 

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3. Die Beziehung zur Welt

Berufliche Anforderungen, Leistungsdruck, Care-Arbeit, gesellschaftliche Erwartungen – all das wirkt auf Beziehungen und auf das Selbst zurück. Viele Klient:innen erleben Erschöpfung nicht, weil sie „zu schwach“ sind, sondern weil sie sich dauerhaft an Systeme angepasst haben, die kaum Pausen, Verbindung oder Resonanz zulassen. Eine Systemische Therapie hilft, diese äußeren Bedingungen klarer zu sehen, sich innerlich davon zu unterscheiden und bewusster mit ihnen umzugehen – statt sie automatisch zu verinnerlichen.​ ​In meiner systemischen Arbeit geht es dabei nicht um Optimierung, Techniken, oder normativ richtiges Verhalten*. ​​​​

Was eine kultursensible Therapie verbindet

Ob Schematherapie, ACT oder emotionsfokussierte Therapie - in meiner Praxis verbinden sich diese Ansätze durch eine systemische Haltung und Dynamik: Erleben ist kulturell mit vermittelt und aufrecht erhalten.

 

Die Bedeutungsmuster, die Rollen, die inneren Stimmen, die Vorstellungen davon, wer Sie sein sollten -  das alles wird nicht nur individuell erzeugt. Es wird vermittelt: durch Familien, Institutionen, kulturelle Felder, Medien, digitale Lebenswelten, etc. 

Das sichtbar zu machen ist meiner Erfahrung nach weder destabilisierend noch demotivierend. Es  entlastet. Weil es die Möglichkeit eröffnet, sich nicht nur an einem Bild von sich selbst zu messen -  sondern zu entdecken, dass mehr als eine Lesart verfügbar ist. Keine bessere. Keine authentischere. Einfach erstmal: Mehr als eine.

 

Und damit die Freiheit zu gewinnen, sich nicht nur an Idealbildern zu messen, sondern eine Beziehung zu sich selbst zu finden, die wirklich die eigene ist - auch wenn sie unvollkommen, manchmal störrisch oder schief, unwirsch oder sonst wie menschlich daherkommt. 


Wo man nichts performen muss, um jemand zu sein. 

Mehr erfahren über die angewandten Therapieformen Schematherapie und ACT

Mehr erfahren über den angewandten Integrativen Ansatz Resonanzpraxis

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*Hinweis: Ein systemisches Beratungs- und Therapieangebot als Privatleistung ist i.d.R. nicht gleichzusetzen mit umfassender bzw. hochintensiver Psychotherapie: Zur diagnostischen Abklärung und akuten Behandlung von komplexen klinischen Störungen wie z.B. schwerer Depression, Suizidalität, Angststörung, Suchterkrankung und PTBS/Traumafolgen ist häufig eine kombinierte Behandlung einer/s Psychiater*in und approbierten Psychotherapeut:in in einem klinischen Setting notwendig. Eine ausschließlich Systemische Therapie stellt hierfür in solchen Fällen keinen  ausreichenden Ersatz dar. Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass ich in Einzelfällen an entsprechende Stellen und Kliniken verweise, z.B. wenn zum aktuellen Zeitpunkt eine psychotherapeutische Betreuung dringender bzw. umfassender notwendig sein sollte. Bitte informieren Sie sich hier auf meiner Webseite über mögliche Fragestellungen und Anlässe oder kontaktieren Sie mich dazu in Zweifelsfällen sehr gerne telefonisch/per E-Mail.

 

Heinrich-Roller-Str. 17

10405 Berlin

post@praxis-martin-schmid.de

 

Tel.: +49 (0) 176 2582 0582

2. Standort: 

Dorotheenstraße 37

10117 Berlin Mitte

Mo:10-21 Uhr

Di:  10-21 Uhr

Mi:  10-21 Uhr

Do: 10-21 Uhr

Fr:     9-21 Uhr

​​Sa: 10-16 Uhr​

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